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Medienmitteilung: Regierungsrat Ausserrhoden sagt nein zu Facebook!  
27. April 2009

 Die Jungfreisinnigen Ausserrhoden (JFAR) hatten den Regierungsrat am 17. März 2009 dazu aufgefordert, sich ein Facebook-Profil zu verschaffen. In einem Brief an die JFAR reagierte der Regierungsrat nun auf diese Aufforderung.

Das Internet hat sich als elektronische Kommunikationsplattform durchgesetzt. Auch staatliche Instanzen stützen sich mit ihren Websites auf die moderne Art der Kommunikation. Doch die Welt des Internets entwickelt sich ständig weiter. Diskussionen jeglicher Art finden heute oft online statt. Die JFAR forderten deshalb den Regierungsrat kürzlich dazu auf, sich ein Facebook-Profil zu verschaffen. Die JFAR sind der Ansicht, dass es richtig wäre, wenn die Behörden den Kontakt zur jungen Generation aktiv über ein Portal wie Facebook suchen würden.
 
Unter anderem sind Regierungsrat Rolf Degen, Kantonsrat Peter Meier, die FDP AR und FDP Speicher der Aufforderung, Facebook beizutreten, nachgekommen. Die JFAR gratulieren diesen Ausserrhoder Polit-Facebook-Pionieren zu diesem Schritt. Der Regierungsrat seinerseits reagierte mit einem Brief auf die Aufforderung der JFAR (http://www.jfar.ch/file/antwort_RR_Facebookinitiative.pdf). Die Kommunikation des Regierungsrates habe primär über die kantonseigene Website zu erfolgen. Sich kurzfristig, mittels einem Facebook-Profil, mit einem trendy Image zu schmücken, liege nicht im Sinne des Regierungsrates. Zudem bestünden bereits einige „Ausserrhoder“ Facebook-Gruppen. Die gute Bewirtschaftung des Facebook-Auftritts sei nur mit gezieltem Aufwand erreichbar. Ein weiters Argument gegen ein Fabebook-Profil sei die Sperrung von Facebook durch viele Firmen. Aus diesen Gründen sieht der Regierungsrat keinen Bedarf, sich einen Facebook-Auftritt zu verschaffen.
 
Die JFAR bedauern diesen Entscheid, hätte der Regierungsrat Appenzell Ausserrhoden hier doch eine Vorreiterrolle einnehmen können. Die statische, kantonseigene Website ist ein Einwegkommunikationsmittel und bietet keinen Ersatz für junge, dynamische und interaktive Plattformen wie Facebook. Wieviele junge Ausserrhoder tauschen sich auf letzterem aus, und wie wenige davon besuchen die offizielle Kantonswebsite! Sodann ist Facebook zwar in der Tat trendy, aber auch nachhaltig erfolgreich. Auch ist ein Facebookprofil mit wenig Aufwand zu unterhalten, das zeigt nicht zuletzt die breite Nutzung namentlich unter Jugendlichen. Die JFAR bieten dem Kanton gerne eine unentgeltliche Einführung in die Erstellung eines Profils. Die Sperrung durch Firmen sodann hat nichts mit dem politischen Nutzen zu tun, sondern mit Arbeitszeitregelungen; sie belegt gerade auch die Beliebtheit der Plattform. Dass jedoch einzelne politische Exponenten die Chancen der „virtuellen“ Kommunikation erkannt und sich bereits ein Facebook-Profil verschafft haben, zeigt, dass die Aufforderung der JFAR bereits Früchte trägt.
 
Weitere Auskünfte erteilt
Andrea Claudio Caroni, Präsident JFAR, Tel. 079 688 96 50, andrea@caroni.cc